Universität Zürich
Montag, 13. Mai 2024
Interview mit Marcel Bühler, Freier Mitarbeiter und Rechercheur
Der Internationale Währungsfonds: Ein System der Ausbeutung und Korruption?
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1944 als zentrale Institution zur Förderung der globalen wirtschaftlichen Stabilität etabliert. Doch hinter dem noblen Ziel verbirgt sich ein System, das oft als ausbeuterisch und korrupt bezeichnet wird. Angesichts jüngster Vorwürfe gegen die amtierende IWF-Chefin Kristalina Georgieva stellt sich die Frage: Ist der IWF wirklich so uneigennützig, wie er vorgibt zu sein?
Ein Werkzeug der Unterdrückung?
Eine der am häufigsten geäusserten Kritiken am IWF ist seine Praxis der Konditionalitäten. Länder, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden, bekommen nicht einfach Hilfe, sondern müssen im Gegenzug oft tiefgreifende wirtschaftliche Reformen umsetzen.
Diese Reformen beinhalten häufig:
Diese Massnahmen haben oft verheerende Folgen für die betroffenen Länder. Viele Entwicklungsländer, die auf die Hilfe des IWF angewiesen sind, sitzen heute tiefer in der Schuldenfalle als je zuvor. Die harte Realität ist, dass die „Hilfe“ des IWF oft mehr Probleme verursacht als sie löst.
Fallbeispiel: Argentinien
Argentinien ist ein Paradebeispiel für die schädlichen Auswirkungen der IWF-Politiken. Während der Finanzkrise im Jahr 2001 zwang der IWF Argentinien zu drakonischen Sparmassnahmen. Diese führten zu massiven sozialen Unruhen, einem dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit und einer tiefen Rezession. Bis heute kämpft das Land mit den Konsequenzen dieser Politik.
Korruption im IWF: Der Fall Georgieva
Die jüngsten Vorwürfe gegen Kristalina Georgieva werfen ein grelles Licht auf die interne Korruption innerhalb des IWF. Ein Untersuchungsbericht der Weltbank beschuldigt Georgieva, während ihrer Zeit als geschäftsführende Direktorin der Weltbank im Jahr 2018 Druck ausgeübt zu haben, um Chinas Position im „Doing Business“-Bericht zu verbessern. Interne E-Mails und Zeugenaussagen unterstützen diese Anschuldigungen, und legen nahe, dass der Einfluss von Ländern mit beträchtlicher wirtschaftlicher Macht, wie China, bis in die höchsten Ränge der Institution reicht.
Machtmissbrauch und Intransparenz
Diese Vorwürfe sind keine Einzelfälle. Immer wieder wird der IWF in Zusammenhang mit Machtmissbrauch und Intransparenz gebracht. Kritiker argumentieren, dass die Einflussnahme mächtiger Mitgliedsländer und die mangelnde rechenschaftspflichtige Struktur des IWF eine Kultur der Korruption fördern.
Angesichts der zahlreichen Beispiele von wirtschaftlichen Verwüstungen durch IWF-Politiken und den nachdrücklichen Vorwürfen gegen seine Führung, ist es schwer, den IWF als rein wohlwollende Institution zu sehen. Die Intransparenz, die harten Bedingungen und die Beeinflussung durch mächtige Mitgliedsländer werfen ernsthafte Fragen auf über die wahre Agenda des Fonds. Ist der IWF ein Instrument der globalen wirtschaftlichen Stabilität oder ein Werkzeug der Ausbeutung und Korruption? Die Beweise sprechen eine deutliche Sprache, und es ist an der Zeit, diese Missstände offen ans Licht zu bringen.
Nicole Hammer
Wissensgeist.TV
Quelle:
Livestream: Panel Discussion - SIAF
IWF-Chefin Dr. Kristalina Georgiewa und Prof. Dr. Thomas Jordan
https://siaf.ch/events/panel-discussion-kristalina-georgieva-thomas-jordan
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Interview mit Jaques Baud am 21.03.2026 in Brüssel
Der ehemalige Schweizer Armee-Oberst, Nachrichtendienst-Analyst und NATO-Berater Jacques Baud wurde von der EU ohne Gerichtsverfahren und ohne Anhörung sanktioniert.
Drei Monate lang hatte er praktisch kein Geld: Konten gesperrt, Rente blockiert, Alltag zerstört. Die Schweizer Botschaft meldete sich erst nach 10 Tagen – und schickte nur Links zur EU-Webseite.
Im Interview spricht Jacques Baud selbst über:
Ein harter Fall, der fundamentale Fragen zu Rechtsstaat, Meinungsfreiheit und Sanktionsmacht in der EU aufwirft.
Putin - Herr des Geschehens?
Jacques Baud
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Teil 10: Friedensreise Moskau
Moskau, 26. Januar 2026
Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte verbindet Prof. Dr. Dr. habil. Reinhard Hesse, Gastautor der NachDenkSeiten, seit Jahrzehnten mit Russland.
Seine Verbindung reicht sogar bis in die Zeit vor seiner Geburt zurück. Sein Vater, Mechaniker in einer Luftwaffenerprobungsstelle während des Zweiten Weltkriegs, verweigerte den Befehl, gegen die bereits vorrückende sowjetische Armee zu kämpfen. Für ihn war klar: Er wollte keinen Menschen töten – und auch selbst nicht sinnlos sterben.
Diese Entscheidung prägte die Familiengeschichte.
Als Jugendlicher begann Reinhard Hesse Radio Moskau zu hören. Daraus entstand eine außergewöhnliche Brieffreundschaft mit einem jungen Russen namens Nikolai.
Über mehr als 60 Jahre hinweg tauschten sie über 650 Briefe aus. Später trafen sie sich auch persönlich in Moskau – im Hotel Kosmos. Diese lebenslange Freundschaft verbindet seine Biografie eng mit Russland.
Die Reise nach Moskau war für ihn daher nicht nur politisch, sondern auch ...
Teil: 9
Wir tauchen ein in eine Welt aus Farben, Holzfassaden und Geschichte: den Ismailowski Vernissagemarkt.
Schon beim Betreten fühlt es sich an, als würde man ein Märchendorf betreten. Türme, geschnitzte Balkone und leuchtende Farben schaffen eine Atmosphäre, die zwischen Vergangenheit und Gegenwart schwebt. Hier pulsiert Moskau nicht politisch – sondern kulturell.
Der Markt ist der größte Floh- und Kunsthandwerkermarkt Russlands. Doch er ist mehr als ein Ort zum Kaufen. Er ist ein Ort des Staunens, des Verhandelns, des Gesprächs.
Zwischen handbemalten Matroschkas, glänzenden Lackdosen aus Fedoskino und Palekh, goldschimmernden Khokhloma-Holzwaren und farbenprächtigen Pavlov-Posad-Schals spürt man die Tiefe russischer Handwerkstradition. Bernsteinschmuck leuchtet im Licht, Holzschnitzereien erzählen Geschichten.
Im oberen Bereich verändert sich die Stimmung. Dort liegen Relikte einer anderen Zeit: alte Kameras, Vinylplatten, sowjetische Orden, Samoware, Münzen – Geschichte zum Anfassen. Wer früh ...
Ukraine - der Krieg
Mo. 27.2.2023
Dr. Manfred Sapper, Chefredakteur der Zeitschrift OSTEUROPA, Berlin
Wer Frieden will, sendet Diplomaten, wer Krieg will, sendet Dozenten mit Kriegsrhetorik und Hetze.
Alec Gagneux
www.fairch.com
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Bahnhofstrasse 6
5210 Windisch
https://www.fhnw.ch/de/die-fhnw/hochschulen/hsw/events/campusglobal-brugg-ukraine-13-3
Dr. Manfred Sapper ist Chefredakteur der Zeitschrift OSTEUROPA, einem führenden wissenschaftlichen Organ im deutschsprachigen Raum. Er überblickt wie wenige die historischen und politikwissenschftlichen Forschungen, aber auch die tagespolitischen Diskussion zum Krieg in der Ukraine.
Moderation: Dr. Andreas Petersen
Dozent für Zeitgeschichte, Hochschule für Wirtschaft FHNW und Inhaber der Geschichtsagentur zeit&zeugen.
Wissensgeist TV
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Finanzwelt
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Albert Knobel:"Die haben gestern bei der Personenkontrolle alle unsere Taschen durchsucht und uns abgetastet, sie wollen uns wirklich ängstigen und mürbe machen, es sind System-Huren!
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Die Polizei hält die Demonstranten seit mehreren Stunden fest (sie wurden eingekesselt).
Wer nach Hause möchte, muss sich ausweisen (Personenkontrolle) und wird weggewiesen.
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Interview mit Dr. med. Manuel Albert - 9.03.2026
Ein Schweizer Arzt wird zu 29’700 Franken Strafe (bedingt, 2 Jahre Probezeit) verurteilt – weil er in der Pandemie Menschen vor dem Tod bewahren wollte.
Dr. med. Manuel Albert handelte nach dem Hippokratischen Eid: Schaden abwenden, Leben retten. Er importierte und setzte Ivermectin ein, um Patienten zu helfen. Dafür wurde er vom Kantonsgericht Schwyz (24. Februar 2026) schuldig gesprochen: mehrfache vorsätzliche Widerhandlung gegen das Heilmittelgesetz + Hinderung einer Amtshandlung. Konsequenz: Einzug und Vernichtung seiner Ivermectin- und Vibasin19-Bestände.
In diesem bewegenden Interview spricht er offen und ungeschminkt:
🔸 Wie er Ivermectin importierte, um Leben zu retten
🔸Warum Therapiefreiheit in der Krise zur Straftat wurde
🔸Die nächtliche Hausdurchsuchung: Er stemmte sich gegen die Tür (Befehl nicht vorgewiesen, Verteidigung: unverhältnismäßig) – Polizei brach sie auf
🔸Das Urteil, das die Vorinstanz bestätigte – und seine ...
Teil: 12
28 Schweizer Bürger reisen nach Moskau. Nicht für Geschäfte, nicht für Tourismus, sondern mit einer einfachen Botschaft: Frieden, Völkerverständigung und Dialog statt Konfrontation. Sie wollen dem neuen Schweizer Botschafter Jürg Burri zeigen, dass es auch in der Schweiz Menschen gibt, die an Verständigung mit Russland glauben. Mit Triicheln, den traditionellen Glocken der Alpen, wollen sie symbolisch die „bösen Geister“ zwischen den Ländern vertreiben.
Eine ungewöhnliche, vielleicht eigenwillige Aktion – aber eine, die vom demokratischen Recht des Schweizer Souveräns getragen ist.
In den SRF-Nachrichten taucht diese Initiative nicht auf. Dort hätte man berichten müssen: über Bürger, die sich für Frieden und Völkerverständigung einsetzen, über eine Gruppe, die den Dialog sucht – in einer Zeit politischer Eiszeit.
Stattdessen landet der Beitrag im Format SRF-Comedy.
Harald Schmidt, Schnappsbagge und russische Medien | Satire | Late Night Switzerland | SRF
Dort wird aus einer ...
Teil: 11
Moskau, 28. Januar 2026
Der ehemalige russische Botschafter in Deutschland Wladimir Kotenev spricht in diesem ausführlichen Gespräch über Russland, Europa, Energiepolitik, die Ukraine und die geopolitische Zukunft Eurasiens.
Die Veranstaltung wurde vom Verein Eurasien organisiert und fand im Hotel Kosmos in Moskau statt. Moderiert wird das Gespräch von Karl Eckstein, ehemaliger russischer Honorarkonsul in der Schweiz.
Kotenev blickt auf eine jahrzehntelange diplomatische Karriere zurück: vom Studium am Moskauer Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO) über Stationen in Berlin, Wien und Moskau bis zu seiner Zeit als russischer Botschafter in Deutschland (2004–2010) und später als Geschäftsführer von Gazprom Germania.
Im Gespräch analysiert er die Entwicklung der internationalen Politik seit dem Ende der Sowjetunion, die Beziehungen zwischen Russland und Europa, die Energiepolitik der EU sowie den Krieg in der Ukraine.
Er spricht über Themen wie:
🔸 die geopolitische Rolle der Ukraine
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