Teil 4 – Russland im Januar 2026: Ist das Land wirklich freier als der Westen geworden?
Am 26. Januar 2026 sprechen in Moskau zwei Schweizer mit jahrzehntelanger Russland-Erfahrung über eine Frage, die im Westen meist normativ und selten empirisch behandelt wird: Was bedeutet Freiheit konkret – im Alltag, im staatlichen Handeln und im gesellschaftlichen Zusammenleben?
Im Gespräch sind Peter Hänseler, Gründer von Forum Geopolitica und seit Jahren in Russland lebend, sowie Prof. Dr. iur. Karl Eckstein , Jurist und Wirtschaftsberater, der seit 1982 in Russland und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion tätig ist.
Im Zentrum steht nicht die Frage, ob Russland den westlichen Freiheitsbegriff erfüllt, sondern ob dieser Begriff selbst ausreichend ist, um gesellschaftliche Realität zu beschreiben. Diskutiert wird der Gegensatz zwischen normativer Freiheit, wie sie im Westen verstanden wird, und einem funktionalen Freiheitsverständnis, das stärker an Sicherheit, Stabilität und staatlicher Leistungsfähigkeit orientiert ist.
Ein zentrales Thema ist der Stellenwert der Sicherheit in Russland. Der Staat definiert klare politische rote Linien, insbesondere dort, wo er seine geopolitische Integrität berührt sieht. Gleichzeitig wird argumentiert, dass im alltäglichen Leben vieles erlaubt ist, was im Westen zwar formal möglich, faktisch aber durch soziale Sanktionen, regulatorische Verdichtung oder Diskursverengung eingeschränkt sei. Die Gesprächspartner stellen die These zur Diskussion, dass Freiheit nicht nur durch Gesetze, sondern auch durch informelle Mechanismen begrenzt oder ermöglicht wird.
Ausführlich thematisiert wird die Leistungsfähigkeit des russischen Staates. Besprochen werden die Digitalisierung der Verwaltung, dezentral organisierte Dienstleistungszentren, schnelle Unternehmensgründungen, ein vereinfachtes Steuersystem sowie die im internationalen Vergleich geringe Staatsverschuldung. Daraus ergibt sich die Frage, ob ein effizient funktionierender Staat von den Bürgern als Freiheitsgewinn wahrgenommen werden kann, selbst wenn politische Mitsprache begrenzt ist.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Wirtschaft und Sanktionen. Analysiert werden die Wirkung westlicher Maßnahmen, ihre Umgehung, die Rolle der Kriegswirtschaft, Inflationsentwicklung, Leitzinsen, Realzinsen, Goldreserven und Staatsfinanzen. Die Gesprächspartner vertreten die Auffassung, dass die wirtschaftliche Resilienz Russlands im Westen vielfach unterschätzt worden sei, ohne diese Einschätzung als abschließendes Urteil zu formulieren.
Auch gesellschaftliche Aspekte werden behandelt. Dazu zählen der Stellenwert älterer Menschen in Familie und Gesellschaft, die vergleichsweise geringe Sichtbarkeit von Obdachlosigkeit in Großstädten, der Zugang zur medizinischen Versorgung sowie Fragen der sozialen Absicherung. Vor dem Hintergrund eines Vielvölkerstaates mit über hundert Ethnien wird zudem über Integration, Zusammenhalt und kulturelle Spannungen gesprochen. Im Raum steht die Frage, ob gesellschaftliche Stabilität selbst eine Form von Freiheit darstellt.
Abschließend richtet sich der Blick auf geopolitische Entwicklungen. Diskutiert werden das Verhältnis Russlands zu China, die wachsende Bedeutung des Globalen Südens, die abnehmende Dominanz westlicher Machtzentren und die Entstehung multipolarer Strukturen. Diese Entwicklungen werden nicht bewertet, sondern als Teil eines sich verändernden internationalen Systems beschrieben.
Dieses Gespräch ist keine Rechtfertigung von Krieg, keine Relativierung staatlicher Repression und keine politische Werbung. Es ist der Versuch, Erfahrungswissen mit gängigen Annahmen zu konfrontieren und Begriffe wie Freiheit, Sicherheit und Staatlichkeit analytisch zu prüfen.
Die Antworten sind nicht abschließend.
Die Analyse ist offen.
Die Bewertung liegt beim Zuschauer.
Frieden entsteht nicht durch Parolen.
Frieden entsteht durch Begegnung.
🕊️ Für Frieden
🤝 Für Diplomatie
🌍 Für Verständigung zwischen den Völkern
Veranstalter:
Verein Eurasien
Vital Burger
Gerliswilstrasse 69, CH - 6020 Emmenbrücke
https://eurasien.ch
Video & Schnitt:
Paul Fehr – Videocut
https://www.youtube.com/@videocut
Text:
Nicole Hammer
Wissensgeist.TV
17. Oktober 2026: Das Rathaus von Limoges brennt, in Paris werden Geschäfte geplündert, Polizisten schwer verletzt. Für die Regierung ist der Fall schnell klar: Die Ultralinke war es. Doch wer genauer hinschaut, merkt: So einfach ist es nicht.
Wir folgen der Spur. Wer war es wirklich? Wem nützt diese Gewalt? Und wer bezahlt eigentlich wen?
Drei Antworten, drei Verdächtige: Präsident Emmanuel Macron spricht von Aufrührern der Ultralinken. Der Rassemblement National von Marine Le Pen und Jordan Bardella zeigt auf La France insoumise. Journalisten wie Asra Nomani und Collin McMahon sehen ein Netzwerk aus Kommunisten und Islamisten, unterstützt vom NGO-Netzwerk von George Soros. Wir nehmen jede Antwort unter die Lupe.
Wo war die Polizei, als 40 Beamte 600 bis 800 Gewalttätern gegenüberstanden? Warum kam der Nachschub nicht an? Warum erfasst Frankreich die Herkunft der Täter nicht, und was hat das mit der Silvesternacht in Köln 2015 zu tun? Wie haben Gewalttäter eine friedliche Protestbewegung ...
Am Abend des 17. Oktober stehen zwei Mitarbeiter am Eingang des Rathauses von Limoges. Vermummte bedrohen sie mit dem Tod. Die Türen gehen auf, die Angreifer legen Feuer – obwohl noch Gemeinderäte, Mitarbeiter und Sicherheitspersonal im Gebäude sind. Rund 800 Demonstranten hindern die Feuerwehr daran, zum Brand vorzudringen. Das Dach stürzt ein, dann der Glockenturm.
Bürgermeister Guillaume Guérin erhebt schwere Vorwürfe gegen den Staat: Die Polizei sei ohne ausreichende Mittel gelassen worden und habe zurückweichen müssen, weil ihr die Munition ausging.
Limoges ist das Symbol eines Tages, an dem der französische Staat an mehreren Orten seine Bürger nicht geschützt hat.
Und jetzt? Versammlungsverbote, Ausgangssperren, ein Ausnahmezustand, der «nicht ausgeschlossen» ist.
Der Bericht zeigt ein dokumentiertes Muster: Seit 2015 wurden in Frankreich nach großen Krisen staatliche Befugnisse erweitert oder verlängert. Aus dem Ausnahmezustand wurde Dauerrecht, aus dem Olympia-Versuch mit ...
Sie sehen uns an. Nicht wie Dinge, sondern wie ein Du. Sie kennen Angst, Freude und Vertrauen. Und sie wollen leben.
Von unserer eigenen Seele sprechen wir ganz selbstverständlich. Beim Tier fangen wir plötzlich an zu zweifeln. Warum?
Dieses kurze Video ist eine stille Einladung, den Tieren wieder in die Augen zu schauen. Nicht als ihre Besitzer, sondern als ihre Mitgeschöpfe.
Für mich sind Tiere beseelte Wesen. Das ist eine Überzeugung des Herzens und des Glaubens, keine Laborerkenntnis. Aber wer einem Tier wirklich in die Augen schaut, spürt, dass da jemand ist.
Wenn wir ihre Seelen erkennen, hören wir auf, sie zu essen, auszubeuten, einzusperren und zu töten. Denn wer in einem Tier eine Seele erkennt, sieht kein Eigentum, keine Ware und keinen Gegenstand mehr. Er erkennt ein fühlendes Wesen, das ebenso an seinem Leben hängt wie wir an unserem.
Nicole Hammer
Wissensgeist.TV
Ukraine - der Krieg
Mo. 27.2.2023
Dr. Manfred Sapper, Chefredakteur der Zeitschrift OSTEUROPA, Berlin
Wer Frieden will, sendet Diplomaten, wer Krieg will, sendet Dozenten mit Kriegsrhetorik und Hetze.
Alec Gagneux
www.fairch.com
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Bahnhofstrasse 6
5210 Windisch
https://www.fhnw.ch/de/die-fhnw/hochschulen/hsw/events/campusglobal-brugg-ukraine-13-3
Dr. Manfred Sapper ist Chefredakteur der Zeitschrift OSTEUROPA, einem führenden wissenschaftlichen Organ im deutschsprachigen Raum. Er überblickt wie wenige die historischen und politikwissenschftlichen Forschungen, aber auch die tagespolitischen Diskussion zum Krieg in der Ukraine.
Moderation: Dr. Andreas Petersen
Dozent für Zeitgeschichte, Hochschule für Wirtschaft FHNW und Inhaber der Geschichtsagentur zeit&zeugen.
Wissensgeist TV
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Finanzwelt
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Albert Knobel:"Die haben gestern bei der Personenkontrolle alle unsere Taschen durchsucht und uns abgetastet, sie wollen uns wirklich ängstigen und mürbe machen, es sind System-Huren!
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Die Polizei hält die Demonstranten seit mehreren Stunden fest (sie wurden eingekesselt).
Wer nach Hause möchte, muss sich ausweisen (Personenkontrolle) und wird weggewiesen.
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Am 26. Januar 2026 zog eine Gruppe aus der Schweiz, begleitet von einigen Gästen aus Deutschland, mit Trycheln (Kuhglocken) und Alphörnern durch Moskau zur Schweizer Botschaft.
Dort empfing Botschafter Jürg Burri die Gruppe zu einem rund 90-minütigen Gespräch. Ihr Anliegen: Die Schweiz soll ihre Neutralität bewahren und sich für Freundschaft, Dialog und bessere Beziehungen zwischen der Schweiz und Russland einsetzen.
Der Bericht dokumentiert diesen aussergewöhnlichen Besuch, die Grussbotschaft von Dr. Hans van der Waerden und die Einschätzungen von Dr. iur. Peter Hänseler sowie Prof. Dr. Dr. Reinhard Hesse. Er zeigt auch, weshalb Schweizer Neutralität für Frieden und Verständigung wichtig ist – und welche historische Rolle Russland bei ihrer internationalen Anerkennung spielte.
▶️ Den vollständigen Bericht hier lesen:
https://wissensgeisttv.substack.com/p/trychler-lauten-in-moskau-fur-den
«Alle Kriege sind Bankerkriege» – Peter König über Freimaurer, Zionisten und die City of London
Kriege, Drogen und Menschenhandel: Sind sie voneinander unabhängige Verbrechen – oder Teile eines globalen Geschäftsmodells?
Peter König hat rund 30 Jahre für die Weltbank gearbeitet. Im Interview berichtet der Ökonom, Autor und geopolitische Analyst, wie internationale Finanzinstitutionen aus seiner Sicht tatsächlich funktionieren.
Er spricht über Verschuldung als Machtinstrument, die Ausbeutung rohstoffreicher Länder und die Privatisierung öffentlicher Güter. Das Gespräch führt von Afrika, Ecuador und Peru über die griechische Schuldenkrise bis zur City of London, zur Federal Reserve und zur weltweiten Vorherrschaft des US-Dollars.
Eine seiner zentralen Thesen lautet: «Alle Kriege sind Bankerkriege.» Krieg bedeute nicht nur Zerstörung, sondern auch Waffenverkäufe, Spekulationsgewinne, neue Kredite und milliardenschwere Geschäfte beim Wiederaufbau.
Weitere Themen sind der ...
Videobotschaft von Dr. theol. Eugen Drewermann · Sommer-WEFF Davos, Samstag, 20. August 2022 Lesezeit: ca. 32 Minuten
«Wir können nicht im Mittelpunkt stehen, aber wir sollen das theologisch glauben.»
https://wissensgeisttv.substack.com/p/eugen-drewermann-der-mensch-ist-nicht