JE SUIS JACQUES BAUD
Es beginnt nicht mit Sirenen. Es beginnt mit einem Eintrag. Jacques Baud steht auf der EU-Sanktionsliste. Für viele klingt das nach Geopolitik, nach einem Instrument der Außenpolitik. Für den Betroffenen ist es etwas anderes: ein Schnitt durch den Alltag, ein administrativer Akt mit existenziellen Folgen.
Denn wer auf der EU-Sanktionsliste steht, verliert nicht nur Reputation. Er verliert Handlungsfähigkeit. Von einem Tag auf den anderen greifen Maßnahmen, die in der Praxis wie eine wirtschaftliche Stilllegung wirken.
Was dann greift:
Vermögenssperre: Konten und Vermögenswerte werden eingefroren, Transaktionen blockiert.
Bereitstellungsverbot: Dritte dürfen keine Gelder oder wirtschaftlichen Ressourcen zur Verfügung stellen; selbst Hilfe wird zum Risiko.
Finanzielle Abriegelung: Banken und Dienstleister beenden Geschäftsbeziehungen, stoppen Zahlungen, verweigern Services.
Vertrags- und Berufsblockade: Auftraggeber, Plattformen, Versicherungen und Partner ziehen sich zurück – ausgelöst durch Compliance-Druck.
Reiseverbot: Einreise und Transit in der EU sind untersagt.
Stigma als Nebenwirkung: Ein Name auf einer Liste genügt, um sozial und beruflich „toxisch“ zu werden.
Für Jacques Baud bedeutet das konkret: Er darf keine EU-Grenze überschreiten. Er kann nicht reisen. Er ist faktisch festgesetzt – nicht weil ein Gericht ihn verurteilt hätte, sondern weil eine Liste es so verfügt.
Das Ergebnis ist brutal konkret: Miete, Rechnungen, Alltag. Alles kann innerhalb von Stunden ins Rutschen geraten. Während die Öffentlichkeit diskutiert, steht der Betroffene vor einer einfachen, harten Frage: Wie lebt man weiter, wenn selbst Brot, Miete und Bewegungsfreiheit plötzlich nicht mehr Rechte sind, sondern Privilegien auf Widerruf?
In so einer Lage ist Enttäuschung fast unvermeidlich. Doch es bleibt nicht bei Enttäuschung. Es ist dieses bittere Gefühl, betrogen worden zu sein: weil ein Pass nicht nur ein Dokument sein sollte, sondern ein Versprechen – das Versprechen, dass der eigene Staat dich nicht fallen lässt, wenn es ernst wird.
Und genau deshalb stellt sich die Frage, die weh tut, gerade weil sie so schlicht ist: Was ist der Schweizer Pass in einer Notsituation noch wert, wenn Bundesrat und Botschaft keinen Fallverantwortlichen benennen, das Unterstützungsbegehren nicht sichtbar prüfen und begründet beantworten und keine konkrete Hilfe leisten, um den Zugang zu Delisting-Verfahren, Ausnahmeregelungen und wirksamen Rechtsmitteln in der EU tatsächlich zu ermöglichen?
Seit der Übernahme der Russland-Sanktionen wirkt die Neutralität für viele wie eine Fassade. Die Schweiz übernimmt außenpolitisch immer öfter den Kurs aus Brüssel, statt eigene Maßstäbe zu setzen und rechtsstaatlich nachvollziehbar zu handeln.
Und dann kommen die schweren Worte, die man nicht leichtfertig verwenden sollte: Hochverrat. Volksverrat.Rechtlich sind das große, eng gefasste Kategorien. Politisch aber bleibt die Frage: Ab wann handelt eine Regierung nicht mehr erkennbar im Interesse des eigenen Gemeinwesens, sondern im Interesse anderer?
„Volksverrat“ ist kein sauberer Rechtsbegriff, sondern ein moralisch aufgeladener Ausdruck. Dennoch beschreibt er ein Gefühl, das viele umtreibt: Was, wenn man einen eigenen Bürger auf dem Altar fremder Interessen opfert – nicht mit Feuer, sondern mit Listen, Akten und Schweigen?
Und damit die Frage, die man nicht einfach wegwischen kann, auch wenn sie unbequem ist: Erlebt die Inquisition in Brüssel ein Comeback – nicht mit Scheiterhaufen, sondern mit Listen? Nicht mit Prozessen im offenen Gerichtssaal, sondern mit administrativer Markierung, sozialer Ächtung und wirtschaftlicher Ausschaltung?
Es geht nicht darum, ob man Jacques Baud zustimmt. Es geht um Standards: Verhältnismäßigkeit, rechtsstaatliche Kontrolle und Meinungsfreiheit in der Praxis. Nicht als Sonntagswort, sondern als Schutz davor, dass ein politischer Mechanismus die Existenz zerstört.
Heute trifft es Jacques Baud. Die unbequeme Frage bleibt: Wer ist morgen dran?
Nicole Hammer
Wissensgeist TV
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Was steckt hinter Krieg, Schulden und dem globalen Finanzsystem?
30 Jahre Weltbank-Insider Peter König im Gespräch mit Nicole Hammer. Peter König spricht über den Ukrainekrieg, geopolitische Machtblöcke, die Schweizer Neutralität und seine Sicht auf Banken, Dollar und internationale Finanzstrukturen.
▶ Teil 1 des Gesprächs: Bricht die USA zusammen, sobald der Krieg endet?
https://www.youtube.com/watch?v=l8xkIt-STkg&t=4202s
Warum betrachtet er Neutralität als Vorläufer von Frieden? Weshalb kritisiert er die Rolle von NATO, EU und privaten Finanzkonzernen? Und was können Menschen tun, wenn sie sich nicht länger von Angst und Propaganda leiten lassen wollen?
Im Gespräch geht es unter anderem um:
Kriege, Drogen und Menschenhandel: Sind sie voneinander unabhängige Verbrechen – oder Teile eines globalen Geschäftsmodells?
Peter König hat rund 30 Jahre für die Weltbank gearbeitet. Im Interview berichtet der Ökonom, Autor und geopolitische Analyst, wie internationale Finanzinstitutionen aus seiner Sicht tatsächlich funktionieren.
Er spricht über Verschuldung als Machtinstrument, die Ausbeutung rohstoffreicher Länder und die Privatisierung öffentlicher Güter. Das Gespräch führt von Afrika, Ecuador und Peru über die griechische Schuldenkrise bis zur City of London, zur Federal Reserve und zur weltweiten Vorherrschaft des US-Dollars.
Eine seiner zentralen Thesen lautet: «Alle Kriege sind Bankerkriege.» Krieg bedeute nicht nur Zerstörung, sondern auch Waffenverkäufe, Spekulationsgewinne, neue Kredite und milliardenschwere Geschäfte beim Wiederaufbau.
Weitere Themen sind der Iran-Krieg, die Straße von Hormus, steigende Energiepreise, Donald Trump, China, Taiwan, BRICS, Menschenhandel und ...
35 Jahre lang prüfte er Medikamente auf ihre Sicherheit. Sein Urteil über die Corona-Impfung ist vernichtend.
Dr. med. vet. Helmut Sterz war Toxikologe bei Boehringer und Hoffmann-La Roche und zuletzt Leiter zweier europäischer Toxikologie-Zentren bei Pfizer, in Frankreich und Großbritannien. Niemand kennt das System von innen besser als er.
Was Sterz in diesem Interview sagt:
▪️ Es sei bereits beschlossen gewesen, ohne ausreichende Sicherheitsdaten an den Menschen zu gehen. Sein Wort dafür: ein Menschenversuch.
▪️ Zum Thema Turbokrebs: Karl Lauterbach habe behauptet, es gebe diesen nicht und die Substanzen seien auf Krebsentstehung geprüft worden – was laut Sterz absolut nicht stimmt. Er wirft Lauterbach vor, das Thema bewusst verschweigen zu wollen.
▪️ Zur goldenen Regel der Medizin: Niemals eine schwangere Frau mit einem neuen Medikament behandeln. Diese Regel sei gebrochen worden. Die Begründung, Schwangere müssten geschützt und deshalb geimpft werden, nennt Sterz „völliger Blödsinn".
Was ...
Ukraine - der Krieg
Mo. 27.2.2023
Dr. Manfred Sapper, Chefredakteur der Zeitschrift OSTEUROPA, Berlin
Wer Frieden will, sendet Diplomaten, wer Krieg will, sendet Dozenten mit Kriegsrhetorik und Hetze.
Alec Gagneux
www.fairch.com
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Bahnhofstrasse 6
5210 Windisch
https://www.fhnw.ch/de/die-fhnw/hochschulen/hsw/events/campusglobal-brugg-ukraine-13-3
Dr. Manfred Sapper ist Chefredakteur der Zeitschrift OSTEUROPA, einem führenden wissenschaftlichen Organ im deutschsprachigen Raum. Er überblickt wie wenige die historischen und politikwissenschftlichen Forschungen, aber auch die tagespolitischen Diskussion zum Krieg in der Ukraine.
Moderation: Dr. Andreas Petersen
Dozent für Zeitgeschichte, Hochschule für Wirtschaft FHNW und Inhaber der Geschichtsagentur zeit&zeugen.
Wissensgeist TV
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Finanzwelt
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Albert Knobel:"Die haben gestern bei der Personenkontrolle alle unsere Taschen durchsucht und uns abgetastet, sie wollen uns wirklich ängstigen und mürbe machen, es sind System-Huren!
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Die Polizei hält die Demonstranten seit mehreren Stunden fest (sie wurden eingekesselt).
Wer nach Hause möchte, muss sich ausweisen (Personenkontrolle) und wird weggewiesen.
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Am 26. Januar 2026 zog eine Gruppe aus der Schweiz, begleitet von einigen Gästen aus Deutschland, mit Trycheln (Kuhglocken) und Alphörnern durch Moskau zur Schweizer Botschaft.
Dort empfing Botschafter Jürg Burri die Gruppe zu einem rund 90-minütigen Gespräch. Ihr Anliegen: Die Schweiz soll ihre Neutralität bewahren und sich für Freundschaft, Dialog und bessere Beziehungen zwischen der Schweiz und Russland einsetzen.
Der Bericht dokumentiert diesen aussergewöhnlichen Besuch, die Grussbotschaft von Dr. Hans van der Waerden und die Einschätzungen von Dr. iur. Peter Hänseler sowie Prof. Dr. Dr. Reinhard Hesse. Er zeigt auch, weshalb Schweizer Neutralität für Frieden und Verständigung wichtig ist – und welche historische Rolle Russland bei ihrer internationalen Anerkennung spielte.
▶️ Den vollständigen Bericht hier lesen:
https://wissensgeisttv.substack.com/p/trychler-lauten-in-moskau-fur-den
«Alle Kriege sind Bankerkriege» – Peter König über Freimaurer, Zionisten und die City of London
Kriege, Drogen und Menschenhandel: Sind sie voneinander unabhängige Verbrechen – oder Teile eines globalen Geschäftsmodells?
Peter König hat rund 30 Jahre für die Weltbank gearbeitet. Im Interview berichtet der Ökonom, Autor und geopolitische Analyst, wie internationale Finanzinstitutionen aus seiner Sicht tatsächlich funktionieren.
Er spricht über Verschuldung als Machtinstrument, die Ausbeutung rohstoffreicher Länder und die Privatisierung öffentlicher Güter. Das Gespräch führt von Afrika, Ecuador und Peru über die griechische Schuldenkrise bis zur City of London, zur Federal Reserve und zur weltweiten Vorherrschaft des US-Dollars.
Eine seiner zentralen Thesen lautet: «Alle Kriege sind Bankerkriege.» Krieg bedeute nicht nur Zerstörung, sondern auch Waffenverkäufe, Spekulationsgewinne, neue Kredite und milliardenschwere Geschäfte beim Wiederaufbau.
Weitere Themen sind der ...
Videobotschaft von Dr. theol. Eugen Drewermann · Sommer-WEFF Davos, Samstag, 20. August 2022 Lesezeit: ca. 32 Minuten
«Wir können nicht im Mittelpunkt stehen, aber wir sollen das theologisch glauben.»
https://wissensgeisttv.substack.com/p/eugen-drewermann-der-mensch-ist-nicht